Was ist eine Blacklist?

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Eine Blacklist, beziehungsweise schwarze Liste, ist ein Überbegriff für Sammlungen von Dingen, welche gegen geltende Richtlinien verstoßen. Im Zusammenhang mit SEO spricht man meistens von der Safe-Browsing-Blacklist von Google, welche geführt wird, um Nutzer vor potentiell gefährlichen Webseiten zu schützen.

Wie entsteht eine Blacklist?

Um die Entstehung einer Blacklist zu erklären, greifen wir das Beispiel von Googles Safe-Browsing-Blacklist auf, welche von Google selbst erstellt und gepflegt wird. Wird eine Webseite von Google als potentiell gefährlich eingestuft, so wird die IP-Adresse der betroffenen Webseite auf die Blacklist gesetzt. Potentiell gefährliche Webseiten sind jene, welche gegen geltende Gesetze und Richtlinien verstoßen, oder beispielsweise Mailware verbreiten. Wird eine Webseite nun aufgerufen, welche sich auf der Blacklist befinden, so wird folgender Warnhinweis angezeigt: Diese Webseite kann Ihren Computer beschädigen. Auch Nutzer haben die Möglichkeit, Webseiten als gefährlich zu melden, sodass diese manuell von Google überprüft werden. Wurde eine Webseite auf die Blacklist gesetzt, so erhält der Webseitenbetreiber in der Regel eine Benachrichtigung via E-Mail, oder innerhalb der Google-Search-Console.

Webseite von einer Blacklist entfernen

Steht eine Webseite auf der Blacklist, so kann durch einen Reconsideration-Request angefragt werden, ob eine erneute Indexierung möglich ist. Damit ein Reconsideration-Request erfolgreich ist, müssen alle bestehenden Mängel beseitigt werden, sodass praktisch eine lupenreine Webseite zurückbleibt. War ein Reconsideration-Request erfolgreich, so kann man binnen 2 bis 5 Tagen mit einer erneuten Indexierung rechnen. Sollte eine Webseite tatsächlich wieder in den Index aufgenommen werden, so sollte darauf geachtet werden, dass kein weiterer Eintrag in eine Blacklist vorkommt.

Gibt es noch eine weitere Blacklist?

Nicht nur Google führt eine Blacklist. Auch andere Anbieter, Dienstleister und Software führen eine Blacklist.

Weitere Beispiele einer Blacklist:

  • Öffentliche Blacklist
    Es gibt eine Vielzahl von Organisationen und Webseiten, die öffentliche und für jeden zugängliche Blacklist führen, um Nutzer vor potentiellen Gefahren zu warnen. In der Regel sind diese Blacklist kostenlos.
  • Content-Management-Systeme
    Content-Management-Systeme, wie zum Beispiel WordPress, bieten Blacklist für Kommentarbereiche etc. an. Durch diese Art von Blacklist soll beispielsweise verhindert werden, das Nutzer selbst Kommentare mit schädlichen Inhalten veröffentlichen können.
  • E-Mail-Software
    Die wohl bekannteste Art von Blacklist findet man innerhalb von E-Mail-Software. E-Mail-Adresse, welche schädliche Inhalte verbreiten, landen auf der Blacklist von E-Mail-Providern, damit die Verbreitung von zum Beispiel Phishing-Mails eingedämmt werden kann.
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