Was war DMOZ?

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Bei DMOZ handelte es sich, laut eigenen Angaben, um das größte Webverzeichnis weltweit, welches 1998 eröffnet und von Menschen gepflegt wurde. DMOZ war auch unter dem Namen Open Directory Project bekannt und war für jeden kostenfrei zugänglich. 2017 erfolgte schließlich, durch AOL, die Abschaltung von DMOZ und wird seither unter dem Namen “Curlie” von ehemaligen Editoren eigenständig weitergeführt.

Wie funktioniert DMOZ?

Anstatt auf Algorithmen zu setzen, welche Webseiten bewerten und ranken, verlies DMOZ sich auf echte Menschen. Jeder Nutzer konnte Webseiten bei DMOZ einreichen, welche dann von dem sogenannten Editor geprüft wurden. Entsprach eine Webseite den Qualitätskriterien des Webverzeichnis, so wurde diese in das Verzeichnis aufgenommen und thematisch, sowie geografisch zugeordnet. Wurde eine Webseite jedoch abgelehnt, so konnte diese beliebig oft erneut eingereicht werden. Jeder Nutzer, welcher sich einen kostenfreien Account bei DMOZ anlegte, hatte die Möglichkeit ein Editor zu werden. Hierbei bedeutete eine Registrierung nicht gleich, dass man als Editor aufgenommen wurde, da man sich erst einer Begutachtung unterziehen musste.

Vorteile von DMOZ gegenüber einer Suchmaschine

Die Gründer von DMOZ waren der Auffassung, dass Menschen weitaus besser dazu in der Lage sind, eine Webseite zu bewerten, als es ein Algorithmus jemals könnte. Möchte man dem Glauben schenken, so kann davon ausgegangen werden, dass die Suchergebnisse von DMOZ einer höheren Qualität entsprachen, als es bei einer herkömmlichen Suchmaschine der Fall wäre.

Nachteile von DMOZ gegenüber einer Suchmaschine

Da jede einzelne eingereichte Webseite manuell geprüft werden musste, kamen die Editoren von DMOZ kaum hinterher und konnten nicht so effizient, wie die Crawler und Algorithmen einer Suchmaschine arbeiten, was sich in der Aktualität der Einträge widerspiegelte. Auch die Menge der Einträge war bei weitem nicht so umfangreich, wie die einer Suchmaschine. Gerade bei Nischenthemen konnte dies zu Problemen führen, da man möglicherweise nur auf veraltete Webseiten stieß, oder gar keine Einträge fand.

Ist DMOZ relevant für SEO?

Vor Jahren war es sehr positiv, wenn die eigene Webseite bei DMOZ gelistet war. Heutzutage werden Backlinks von DMOZ bzw. Curlie genauso gewertet, wie jeder andere Backlink auch, sodass diese für die Suchmaschinenoptimierung nicht relevanter sind, als von anderen Verzeichnissen.

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